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Brückenbau gewürdigt (7)

Gemeinsam gegen Krieg

Religion als Quelle friedlichen Zusammenlebens

In Dietzenbach hat die Vernunft gesiegt

In Dietzenbach hat die Vernunft gesiegt: Die Türken haben sich nicht beteiligt

von Isa Deveceken

[Artikel aus der „Hürriyet"-Ausgabe vom 31.Januar 2012 (Seite 15), übersetzt von Ismet Küpelikilinc, niedergeschrieben von Horst Schäfer am 2.2.2012]

In Deutschland in der Stadt Dietzenbach hat wieder einmal die Vernunft gesiegt. Der aus Pakistan stammende Zahid Khan wollte in Dietzenbach aus seinem Buch „Die Verbrechen des Propheten Mohammed" seine umstrittenen Thesen vorlesen, die denjenigen des Thilo Sarrazin ähneln. (Sicherheitspolitische) Befürchtungen realisierten sich nicht. Auf seine Provokationen haben sich die Muslime und allen voran die Türken nicht eingelassen. Nachdem ihm die Räume im Bürgerhaus verwehrt worden waren, hat er 36 Minuten lang vor dem Gebäude gesprochen. Jedochh hörte ihm niemand zu, währenddessen ihn ca. 200 aus Marokko stammende Muslime auspfiffen.

Er trug eine kugelsichere Weste

Während die Polizei große Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatte, redete der 50 jährige Zahid Kahn - statt aus seinem Buch vorzulesen - wie ein Politiker. Als die Teenies ihn auspfiffen und auslachten, schrie er ihnen entgegen, daß sie in ihre Länder nach Hause gehen sollten und den Islam dort so leben sollten, wie sie es wünschten. Dort könnten sie Weiterpfeifen. Das Pfeifen erregte sein Missfallen. Ihn auszupfeifen sei nicht demokratisch.

Unter den Gegendemonstranten waren keine Türken. Auf Ersuchen des CDU­-Landtagsabgeordneten Ismail Tipi, des Polizeibeauftragten Hüsamettin Erylmaz und des Vorsitzenden des DITIB-Moscheevereins Necati Hancer haben ca. 30 türkischstämmige Menschen den Platz verlassen. Tipi sagte: „Die Absicht dieses Mannes ist es sich Gehör zu verschaffen und sein - mit Unwahrheiten behaftetes Buch - zu vermarkten. Unter die Marokkaner haben sich Provokateure gemischt. Die Türken sollten sich davon nicht anstecken lassen."